Cuxhaven / Ebbe und Flut

 

UNESCO-Weltnaturerbe

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen.
Damit steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.


Mehr Info: http://www.worldheritage-waddensea.org/?id=1&L=2


Ebbe:

Ebbe

Mit Ebbe oder ablaufend Wasser wird das Sinken des Meerespiegels infolge der Gezeiten (Tiden) bezeichnet. Die Ebbe oder Ebbzeit ist zugleich der Zeitraum zwischen Hochwasser und Niedrigwasser.
Das Ende der Ebbe, also der untere Scheitelpunkt der Gezeitenwelle, wird als Tideniedrigwasser bezeichnet. Wasserstand und Gezeitenströmung fallen nicht immer zusammen, deshalb spricht man neben Hoch- und Niedrigwasser auch vom Kentern des Flut- und Ebbstroms.


Als Ebbstrom bezeichnet man die Wasserströmung, die Ebbe auftritt. Der Ebbstrom kann abhängig von Gezeitenhub und Meeresrelief erhebliche Geschwindigkeiten entwickelt. In der Elbe vor Cuxhaven können
bei Springtide Strömungsgeschwindigkeiten von über 6km/h auftreten.


Bei Ebbe werden in Küsten- und Ufernähe Teile des Meeres- oder Flussbodens freigelegt. In der Nordsee
fällt im Wattenmeer das so genannte Watt trocken. Zu dieser Zeit sind Wattwanderungen möglich.
Das Watt stellt einen besonderen Lebensraum für Flora und Fauna dar.


Flut:

Flut

Als Flut wird das steigen des Meeresspiegels infolge der Gezeiten (Tide) bezeichnet. Dieser Zeitraum
reicht von einem Niedrigwasser bis zum folgenden Hochwasser. Die Flut ist nicht mit dem Hochwasser
zu verwechseln. Flut zeigt eine Bewegungsrichtung an, während Hochwasser den höchsten Stand des Wassers markiert.


Stehen Erde, Sonne und Mond in einer Linie, was bei Vollmond und Neumond der Fall ist, so addieren
sich die auf die Erde wirkenden Gezeitenkräfte von Sonne und Mond. In diesem Fall fällt der Tidenhub (Differenz zwischen höchstem Wasserstand bei Hochwasser und niedrigstem bei Niedrigwasser)
besonders hoch aus, was Springtide (Springflut/Springebbe) gennant wird. Steht die Sonne dagegen
im rechten Winkel zum Mond (ca. 7 Tage nach Neumond oder Vollmond), so gibt es einen besonders niedrigen Tidenhub, Nipptide (Nippflut/Nippebbe) genannt.


Der Flutstorm kann in den Prielen des Wattenmeers beträchtliche Geschwindigkeiten (bis über 20 km/h) erreichen. Daher ist bei Wanderung im Watt besondere Vorsicht geboten.


Die Höhe der Flut über dem Meeresspiegel ist nicht überall gleich. In der von den Ozeanen relativ abgeschnittenen Ostsee liegt sie bei 10 cm, auf der offenen Nordsee meist bei 100 cm.